100 Jahre Ortgruppe

1910 - 2010

Anläßlich des 100 jährigen Jubiläums der Ortsgruppe Pforzheim fanden über das ganze Jahr 2010 hinweg verschiedene Aktivitäten statt. Im Folgenden ein paar Auszüge:

 

Nachhaltigkeit in Pforzheim

Am 8. Januar 2010 übergaben wir unserem Oberbürgermeister Gert Hager den folgenden Resolutionstext, mit der herzlichen Bitte um Unterstützung.

Resolutionstext

Besuch beim OB

 

Oberbürgermeister Gert Hager unterstützt die Resolution der Naturfreunde Pforzheim

„Ich freue mich über Ihr Engagement und Ihren Impuls für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Pforzheim“, schreibt OB Gert Hager an den Vorsitzenden der Naturfreunde Pforzheim. Und weiter: „Die grundsätzlichen Ziele, die Sie in Ihrer Resolution vertreten, unterstütze ich gerne, wenngleich die Zielmarken mitunter sehr ambitioniert und möglicherweise zu ehrgeizig formuliert sind. Die Zielrichtung ist wichtig und richtig und wird von der Stadt mit Nachdruck verfolgt.“

Die Vorstandschaft unserer Ortsgruppe freut sich und kann zufrieden sein mit der Antwort des OB, zumal über alle Dezernate hinweg das Thema Nachhaltigkeit angegangen und zielstrebig und zentral gesteuert wird. Die OG bleibt dran am Thema und wird weiter Druck machen. Schon bald zum Thema „höherwertiges Bussystem“.

Zufrieden können wir auch sein, dass unserer Resolution eine ganze Seite in „der Naturfreundin“ gewidmet ist.

Weitere interessante Links zum Thema

Projekt "Klimaschutz bei den Naturfreunden"

In der "Zeit-Online" ein Bericht unseres Bundesvorsitzenden Michael Müller.

 

 

Festakt

100 Jahre Naturfreunde Pforzheim

Die Festveranstalltung zum 100 jährigen Jubiläum der Naturfreunde Pforzheim fand in den schönen Räumen des Kulturhaus Osterfeld statt.

Geladen waren neben vielen Ehrengästen auch Vertreter befreundeter Vereine und Verbände, und natürlich alle Mitglieder der Ortsgruppe Pforzheim.

Zum Gelingen des wunderschönen Abends trugen auch die Amateur-Schauspieler bei.

zu den Bildern

Amateur-Schauspieler des Festaktes wurden geehrt

Bei einem gemütlichen Abendessen dankte erster Vorstand Jens Kück den Schauspielern des Festaktes. "Ihr habt tolles geleistet, ihr habt authentisch die neun Szenen unserer Vereinsgeschichte seit 1910 aufgeführt. Ihr habt den Vereinsmitgliedern und unseren Ehrengästen einen würdevollen, beeindruckenden, nachdenklichen - ja einen großen und bemerkenswerten Abend geschenkt. Dafür dankt der Vereinsvorstand im Namen aller Naturfreunde in Pforzheim von ganzem Herzen". Solch einen Festakt zu einem Hundertjährigen Vereinsjubiläum habe man hier noch nie erlebt. So sei die einhellige Meinung der fast 400 Besucher gewesen. Als kleines Dankeschön überreichte Jens Kück jedem Akteur - auch Patrick und Heike - eine eigens für das Jubiläumsjahr angefertigte Uhr mit einer Zeichnung der Hütte auf dem Zifferblatt.

 

Elektro-Fahrrad

Tritt für Tritt kommt Energie ins Elektro-Fahrrad

„Wer einmal mit einem solchen Rad gefahren ist, möchte kein anderes", sagt Bärbel Jansen. Sie muss es wissen, nicht nur, weil sie die Umweltbeauftragte unserer Ortsgruppe ist, sondern aus eigener Erfahrung. Ist sie doch mit einem Elektrofahrrad hier im hügeligen Pforzheim unterwegs. Gerade wegen ihrer positiven Erfahrung hatte Bärbel angeregt, dass wir Naturfreunde, ganz im Sinne unserer Resolution zu Nachhaltigkeit in Pforzheim, eine Informationsveranstaltung zu den pedelecs machen. Über 50 Personen überzeugten sich bei der Lettenbrunnenhütte von den technischen Vorzügen der E-Bikes. Frau Flesch vom Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord hatte jede Menge Info-Material über bestehende Touren samt Verleihstationen und Lademöglichkeiten. Herr Düren hatte sechs unterschiedliche Elektro-Fahrräder zum Probefahren und Kennenlernen mitgebracht. Die Veranstaltung war ein Erfolg, auch im Sinne des vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Verkehrsentwicklungs-Planes, der bekanntlich einen deutlichen Ausbau des Umweltverbundes vorsieht. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung bald ein Konzept für Touren mit Elektro-Fahrrädern in und um Pforzheim vorlegt. Die Lettenbrunnenhütte sollte in die Tourenplanung einbezogen werden. Sie eignet sich auch gut als Ladestation.

 

Kindererlebnistag

200 Kinder gingen auf Entdeckungsreise bei der Lettenbrunnenhütte

Noch nie waren soviele Kinder bei der Lettenbrunnenhütte. Ein wahrer Kindererlebnistag wurde der 14. Mai für rund 200 Kinder aus 14 KiTas. 35 Erzieherinnen begleiteten die Zwerge, die sich trotz trüben Wetters nicht beirren ließen. Viel Spannendes wurde geboten. Dazu hatten wir ein tolles Programm unter der Leitung von Silvia Wolf und Susanne Kuderna erarbeitet. Sieben Stationen konnten durchlaufen werden. Holzschmuck für jedes Kind, Waldspaziergang mit Erforschen von Tierchen und Bäumen, Tipi bauen und die Laken dazu bemalen, Stockbrot backen am offenen Feuer, Laborversuche mit Wasser aus unserem neuen Ökoteich, Ball spielen auf dem Bolzplatz, Schaukeln oder Märchen vorlesen lassen. Es war unser Beitrag für die Jüngsten der Stadt. Und wir sind damit gut angekommen. Viel Dank und Zustimmung ist uns entgegengebracht worden. Sogar der OB kam vorbei und durchlief die Stationen.

„Es ist ungeheuer wichtig, den Kindern die Natur beizubringen, um sie lieben und schätzen zu lernen“, äußerte er sich sehr zufrieden und lobte auch das ehrenamtliche Engagement der zwei Dutzend Helfer unserer Ortsgruppe.

 

Erlebnis-Stadtspaziergang

Gemeinsame Veranstaltung der Gruppe 60+ der Naturfreunde Pforzheim und der Seniorengruppe der Dietlinger Naturfreunde

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens, das am 16. Juli mit einem Festakt im Kulturhaus Osterfeld gefeiert wird, luden die Pforzheimer Gruppe 60+ der Naturfreunde zu einem kulturellen Nachmittag ein. 70 Naturfreunde beider befreundeten Ortsgruppen trafen sich zu einem Erlebnis-Stadtspaziergang mit „Johannes Reuchlin“!

Vorher ging es jedoch hinauf in luftige Höhe. Vom Sparkassenturm konnte unsere schöne Stadt in allen Richtungen von oben betrachtet werden. Beim „Pforzheimer Seckel“ auf dem Rathausplatz wurde dann die Gruppe von dem Historiker Olav Schulze erwartet. Wer aber dort stand war Johannes Reuchlin in angepasst historischer Kleidung und Habitus und vor allem mit sehr viel Wissen über den großen Sohn der Stadt Pforzheim.

Er führte die Naturfreunde zu bedeutenden Stationen der Stadtgeschichte und zu seiner ehemaligen Wirkungsstätte an der Schlosskirche und dem Reuchlinmuseum. Der Zwei-Stunden-Spaziergang war angefüllt mit Geschichte und Geschichten um Johannes Reuchlin, der Humanist und Gelehrter von europäischer Bedeutung war.

Es war die erste gemeinsame Veranstaltung der beiden Naturfreundegruppen und bei einem anschließenden kühlen Bier nach so viel Kultur war es beschlossene Sache, dass weitere gemeinsame Veranstaltungen folgen sollen.

 

30 Jahre Drei-Täler-Weg

Jubiläumswanderung

100 Jahre Pforzheimer Naturfreunde – 30 Jahre Drei-Täler-Weg.

Bei trockenem Wetter hat eine muntere Schar von Wanderlustigen unter Führung des 1. Vorsitzenden Jens Kück, die ersten 8 von insgesamt 37 km von Eutingen bis zur Lettenbrunnenhütte gemeistert.

Jüngste Teilnehmer waren die sieben und neun Jahre alten Geschwister Anna und Elias, Enkel unseres Mitgliedes Martin Kunzmann. Die ältesten Wanderer hatten die achtzig erreicht. Mit von der Partie aus der seinerzeitigen „Einweihungswanderung“ Ellen Eberle, Wolf Stratemeier, Hans Anders und Wolfgang Mocker. Dieses Mal ging es um Wasserkraftanlagen in Pforzheim, um Namensgebungen wie den Kanzlerwald (ein Geschenk des Markgrafen von Baden an seinen Kanzler) und den Frauenwald (Eutingen gehörte im Mittelalter zum Pforzheimer Frauenkloster).

Erklärt wurde die Villa Rustica - zwischen Schindersklamm und der Kanzlerklinge, in der um die fünfzig Menschen wohnten und Landwirtschaft betrieben. Über die Eppinger Linie, einen Schutzwall aus dem 17. Jhdt., und das LSG Mangerwiese-Wotanseiche erreichte man die Lettenbrunnenhütte. Die 40 Wanderer stärkten sich froh gelaunt bei guten Gesprächen. Wir Naturfreunde werden im kommenden Jahr die weiteren Etappen des Drei-Täler- Weges bis zum Schloss in Neuenbürg erwandern.