Kupferhammer

Wehranlage an der Würm
Lettenbach
Kupferhammer

Gehzeit: ca. 2,5 Stunden/Streckenlänge: ca. 11 km

Lettenbrunnenhütte - Würm - Kupferhammer - Seehauspfad - Lettenbrunnenhütte

Einkehrmöglichkeit: Würm, Kupferhammer
Steigung: in vorgegebener Richtung mäßig

Die Wanderung führt direkt durch das Landschaftsschutzgebiet beiderseits des Würmtales. Die Würm (56 km lang) entwässert ein Gebiet von 418 km2. Der Fluss besitzt in diesem Abschnitt weitgehend natürliche Ufervegetation. Wildwassercharakter ist vorherrschend. Tal und Umgebung werden als Naherholungsgebiet gerne genutzt.

Unsere Wanderung:

Von der Lettenbrunnenhütte über das Eutinger Sträßchen und gleich links auf dem Fußweg in Richtung Seehaus gehen. Am See rechts vorbei über die Brücke bis zum Stein mit bemerkenswerter Inschrift über den Hagenschießwald. Rechts am Spielplatz vorbei bis zum Kirschenpfad dort links ein kurzes Stück zur Tiefenbronner Straße. Die Straße überqueren und geradeaus längs den Seehauswiesen abwärtsgehe

Zwischen Weg (Lettenbachklingenweg) und Wiesen, Grenzsteine der ehemalig hier verlaufenden Grenze zwischen Würm und Pforzheim.

 

Von links kommt der Lettenbach herab. Bei der kleinen Brücke (links) verlassen wir den Rundweg 22 und wandern ohne Markierung abwärts bis zur Würmtalstraße. Die Straße überqueren, über die Brücke - erbaut 1955, schon im Mittelalter stand an dieser Stelle eine Holzbrücke - und gleich rechts geradeaus wandern. Wir befinden uns im Stadtteil Würm. In die Täschenwaldstraße rechts einbiegen, nach etwa 120 m über die Treppe zum Löwensteg absteigen. Vor dem Steg links weiter und immer am Ufer ohne Markierung weiterwandern.

Jetzt beginnt der schönste Teil der Wanderung, immer auf romantischem Waldweg direkt am linken Ufer der Würm entlang.

Schwer vorzustellen, dass Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Würm jährlich für ca. 130 000 fl (fl = Gulden, die damalige Währung) Holz nach Holland geflößt wurde. Die Flößerei ist übrigens seit 1342 belegt. Der aufmerksame Beobachter kann evtl. einen Reiher oder eine Wasseramsel entdecken. Rechter Hand ein Grenzstein von 1838 Nr. 465, die ehemalige Grenze Pforzheim - Würm markierend.

 

Kurz danach stoßen wir auf einen Forstweg, halten uns aber rechts und bleiben auf dem Fußweg direkt am Ufer und kommen zum Glasbrunnen.

Vier Hauptleitungen versorgten im Mittelalter Pforzheims Stadtbrunnen. Eine davon, die wichtigste, wurde vom Glasbrunnen gespeist. Etwa um 1400 versorgte sie die Brunnen am Brötzinger Tor und führte weiter zu den Brunnen am Marktplatz. Das Wasser wurde durch Holzdeichseln geleitet. Bei Grabungen im Jahre 1954 fand man noch Reste solcher Deichseln. Sie sind jetzt im Heimatmuseum zu besichtigen (Inschrift am Stein beachten).

 

Wir wandern weiter auf der von links kommenden Forststraße, kommen an ein Wehr, und gleich danach an die Brücke bei den Urselwiesen (am anderen Ufer), bleiben aber auf der linken Würmseite. Von links zieht sich die Erzklinge herab und bald ist auch der Schützensteg erreicht (auf der gegenüber liegenden Seite). Beim Wehr links die kurze Treppe hoch und oberhalb des Würmtalweges weiter. Rechts unten sehen wir eine weitere Wehranlage, deren Kanal zum Kupferhammer führt. Am Kupferhammer links und dem leicht ansteigenden Weg folgen. Bei der Goldene Pforte ist das Denkmal von Ludwig-Auerbach, das dem Dichter des Schwarzwaldliedes (“0 Schwarzwald,  o Heimat, wie bist du so schön ...“) gewidmet ist.  Zurück zum Kupferhammer zum Ausgangspunkt der drei Schwarzwaldhöhenwege des SSV. 

Hier stand einst - um 1663 errichtet - ein Hammerwerk, in dem Gebrauchsgegenstände aus Kupfer hergestellt wurden.

 

Die Würmbrücke und die Würmtalstraße überqueren, in die Seebergstraße und gleich rechts in den Seehauspfad einbiegen (leicht ansteigend). Einen Forstweg überqueren und weiter. Sitzplätze längs des ganzen Weges laden zum Verweilen ein. Links zweigt der Panoramapfad ab (steil), auf dem man den Wildpark erreichen kann (s. auch Wanderung Nr. 3). Auf mäßig ansteigenden schönen Waldweg, am Gedenkstein des Verschönerungsvereins Pforzheim von 1920 vorbei, einen Waldweg kreuzen und weiter bis zur Kreuzung Wildpark - Café Flora. Geradeaus zum Unteren Finsterenweg, nach etwa 50 m halblinks einbiegen und bis zur Kreuzung, an der mehrere Wege zusammentreffen. Nun weiter auf dem Seehauspfad, der im letzten Abschnitt als Lehrpfad angelegt ist.

Hinweisschilder zeigen Ursachen, Schadensmerkmale und Schäden durch sauren Regen in den Wäldern an. Farbige Baumscheiben markieren den Grad der Schädigung.

 

Schließlich ist die Tiefenbronner Straße beim Seehaus erreicht und wir gehen auf der uns schon bekannten Route zurück zur Lettenbrunnenhütte.

Den Plan mit Wegbeschreibung bekommen Sie kostenlos auf der Lettenbrunnenhütte
Wandervorschlag Nr. 6
Kupferhammer

Hier die dazugehörigen Koordinaten für GPS Geräte: